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Aufzucht
 

Nachdem eine gewissenhafte Auswahl unserer Zuchtpartner nach Gesundheit, Wesen und Schönheit für uns selbstverständlich ist, möchten wir Ihnen hier die Aufzucht unserer Welpen vorstellen.
Tierzucht ist etwas sehr verantwortungsvolles und muss mit größtmöglicher Sorgfalt betrieben werden.
Vorab sei erwähnt, dass es bei uns keine Zwingerhaltung gibt.
Unsere Welpen und auch die anderen Hunde leben alle mit uns im Haus mit Garten und haben vollen Familienanschluss.
Sie werden regelmäßig gepflegt, geimpft und entwurmt.


Die ersten Tage mit den Welpen verbringt die frisch gebackene Mutterhündin mit ihren Welpen in einer eigens dafür gebauten „Wurfkiste“ in unserem Kaminzimmer.
Hier hat sie die ersten Tage am meisten Ruhe und kann sich voll und ganz auf die Welpen konzentrieren, sich von der Geburt erholen und die erste Zeit als Mutter genießen.



Nach ca. einer Woche hat sich alles so weit eingespielt und beruhigt, dass auch wir unser Kaminzimmer wieder voll nutzen.
Solange die Welpen noch ganz klein sind achten wir natürlich schon darauf, dass es nicht allzu turbulent in der Wohnung zu geht, aber die Welpen sollen von Anfang an, an alle möglichen Geräusche und Situationen des ganz normalen Alltags gewöhnt werden.
Wenn sie zum Beispiel von Anfang an die Geräusche von Telefon, Türklingel, Staubsauger und so weiter kennen, wird dies für sie später nichts besonderes sein und sie werden entspannt reagieren.
In den ersten zwei Wochen ist Besuch leider nicht willkommen.
In der Zeit bekommen die Welpen und die Mutter auch schon die erste Wurmkur, die von da an in regelmäßigen Abständen ca. fünf mal wiederholt wird.
Die anderen Hunde werden dann auch entwurmt, um eventuell immer wieder kehrende neue Übertragungen auszuschließen.
Danach darf Besuch bis zur vollendeten dritten Lebenswoche die Welpen nur angucken, aber nicht anfassen. Erst soll sich das Immunsystem so weit stärken, dass Infektionen kein leichtes Spiel haben, zu Groß ist das Risiko für schwere Erkrankungen der Welpen, durch fremde / ungewohnte Bakterien.
Wir bitten um Verständnis hierfür.
Mit gut drei Wochen sind die Welpen so weit, dass sie selber hören, sehen, laufen und spielen können, auch bekommen sie nun nicht mehr nur Muttermilch, sondern werden schon zugefüttert.
Zu der Zeit machen sie Ihr „Geschäft“ bereits außerhalb der Wurfkiste, im dazugehörigen Auslauf, den wir mit Zeitungspapier auslegen und peinlichst genau sauber halten.
Im nächsten Schritt dürfen die Welpen dann nach draußen in den Garten, zuerst nur kurz, dann immer etwas länger – hier gibt es eine Menge spannender Dinge wie Rasen, Sträucher unter denen man prima mit den Geschwistern spielen kann, Vögel, andere Menschen, Kinder, Spielsachen und natürlich eine Vielzahl an Geräuschen...


Mit ca. fünf Wochen fahren wir schon mal kurze Strecken mit den Welpen im Auto, einfach um sie daran zu gewöhnen.
Wenn möglich, besuchen wir unseren Tierarzt auch nicht nur zum impfen und chipen, sondern auch einfach nur mal so - zum Leckerchen abholen, auf diese Weise lernen die kleinen, dass ein Tierarzt nichts böses ist.
Nach ca. acht Wochen Arbeit, einer Menge spielen, toben, wischen, putzen, füttern, kuscheln und schmusen kommt dann für uns die Zeit, in der wir langsam daran denken müssen, die Welpen an ihre neuen Besitzer zu geben.
Sie werden dann vom Tierarzt untersucht, geimpft und gechipt und bleiben dann noch mindestens eine Woche bei uns, bis ein Zuchtwart des Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. den Wurf abgenommen hat.
Bei der Abnahme werden auch die Papiere für den Klub ausgefüllt die notwendig sind, um die Ahnentafeln zu beantragen.
Die Ahnentafeln können nicht ehr beantragt werden, da für die Indetifikation der Welpen die Chipnummern benötigt werden, sollten Fehler – also Abweichungen vom Rassestandart - festgestellt werden, so wird dies ebenfalls in die Formulare eingetragen und dem Zuchtbuchamt mitgeteilt.
Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 2 bis 3 Monaten bekommen wir dann die Ahnentafeln und leiten diese weiter, an die neuen Besitzer.

Für uns kommt dann ein schwieriger, aber dennoch sehr schöner Teil, der auch zum züchten dazu gehört.
Die Welpen bekommen die erste „Schnauzerfrisur“ und werden von ihren neuen Besitzern abgeholt.
Einerseits traurig, weil die Welpen dann weg sind - andererseits froh, wenn man die strahlenden Augen der glücklichen neuen Herrchen und Frauchen sieht - verabschiedet man sich und bleibt in Kontakt...

Natürlich stehen wir für Fragen weiterhin jederzeit zur Verfügung
und freuen uns immer etwas von den Welpen zu hören.

Um unseren hohen Qualitätsansprüchen an Zucht und Aufzucht gerecht zu werden, haben wir auch nicht ständig und immer Welpen,
in der Regel nicht mehr, wie einen Wurf zur gleichen Zeit.